Techniker prüft einen Roboter in der Werkstatt

Kreislauf statt Neukauf

Ein Roboter, der drei Jahre in einem Betrieb gelaufen ist, ist nicht verbraucht. Er ist eingefahren. Das Problem der Branche ist nicht die Technik, sondern der Besitz: Wer ein Gerät kauft, sitzt am Ende darauf und muss sich selbst um Verwertung, Entsorgung und Datenlöschung kümmern. Bei Miete und Leasing entfällt das, weil das Gerät ohnehin zu uns zurückkommt. Kreislauf ist hier kein Zusatzversprechen, sondern die Bauart des Geschäfts.

Die Rücknahme ist Teil des Vertrags

Jedes Gerät, das bei uns in Miete oder Leasing läuft, geht am Ende der Laufzeit an uns zurück. Das steht im Vertrag, nicht im Kleingedruckten, und es kostet Sie nichts extra:

  • wir holen ab — Sie müssen nichts verpacken, nichts versenden, nichts zwischenlagern
  • wir löschen die Daten auf dem Gerät und bestätigen das schriftlich
  • keine Entsorgungskosten, keine Restwertdiskussion, kein Gerät, das im Weg steht
  • Sie entscheiden zum Laufzeitende neu: verlängern, auf ein neueres Gerät wechseln oder aufhören

Wenn Sie ein Gerät gekauft haben — bei uns oder anderswo — nehmen wir es ebenfalls zurück, sobald Sie es nicht mehr brauchen. Dann bekommen Sie ein Ankaufangebot oder eine Verwertung zum Selbstkostenpreis, je nach Zustand.

Was passiert, wenn ein Gerät zurückkommt

Nicht jedes zurückgenommene Gerät geht wieder raus. Es durchläuft immer dieselben sechs Schritte, und an jedem kann es ausscheiden:

  1. Abholung und Datenlöschung. Karten, Routen, Aufnahmen, Nutzerkonten — alles runter, bevor das Gerät unser Lager verlässt.
  2. Befundung. Betriebsstunden, Fahrleistung, Akkuzustand, Antrieb, Sensorik, Gehäuse. Wir schreiben auf, was wir finden.
  3. Instandsetzung. Verschleißteile raus: Akku, Räder, Bürsten, Dichtungen, Filter. Was ersetzt wurde, steht später im Gerätepass.
  4. Funktionsprüfung unter Last. Nicht im Leerlauf, sondern mit realem Gewicht und realer Fläche über mehrere Stunden.
  5. Software- und Sicherheitsstand. Aktuelle Firmware, geprüfte Not-Halt- und Sensorfunktionen, Dokumentation vollständig.
  6. Einstufung. Erst danach bekommt das Gerät eine Zustandsklasse und einen Preis.

Was die Prüfung nicht besteht und sich nicht wirtschaftlich instand setzen lässt, wird zerlegt. Brauchbare Baugruppen gehen in den Ersatzteilbestand, der Rest in die Verwertung. Ein Gerät, das wir nicht wieder vermieten würden, verkaufen wir auch nicht.

Zustandsklassen

KlasseZustandTechnischTypisch für
Awie neu, kaum sichtbare GebrauchsspurenVerschleißteile neu, volle LeistungKundenkontakt, Empfang, Gastronomie, Messe
Bsichtbare Gebrauchsspuren, keine BeschädigungenVerschleißteile neu, volle LeistungLager, Produktion, Reinigung nach Betriebsschluss
Cdeutliche Spuren, ältere Gerätegenerationfunktionsgeprüft, Leistung kann unter Neugerät liegenZweitgerät, Testbetrieb, Spitzenabdeckung
Die Klasse bezieht sich auf Optik und Gerätegeneration, nicht auf die Sicherheit. Jedes Gerät, das rausgeht, hat dieselbe Funktionsprüfung bestanden.

Der Gerätepass — was Sie schriftlich bekommen

Nachhaltigkeit, die man nicht belegen kann, ist eine Behauptung. Deshalb bekommen Sie zum Laufzeitende ein Dokument je Gerät mit genau den Angaben, die wir tatsächlich haben:

AngabeWozu Sie sie brauchen
Gerätetyp, Seriennummer, Baujahreindeutige Zuordnung im Anlagen- oder Nachhaltigkeitsbericht
Einsatzdauer und Betriebsstunden bei IhnenNutzungsintensität statt Anschaffungsjahr
Ersetzte BauteileNachweis, dass instand gesetzt und nicht ersetzt wurde
Verbleib nach RückgabeWeiterverwendung, Ersatzteilspender oder Verwertung — benannt, nicht pauschal
Bestätigung der DatenlöschungDatenschutz, oft die erste Frage der IT

Was wir bewusst nicht ausweisen: eine CO₂-Zahl. Für eine belastbare Angabe bräuchte es geprüfte Daten aus der Herstellung jedes einzelnen Geräts, die uns die Hersteller nicht geben. Eine geschätzte Tonnenzahl auf einem Zertifikat hilft Ihnen in keiner Prüfung weiter. Was wir belegen können, belegen wir — der Rest bleibt weg.

Gebrauchte Geräte: der günstigere Einstieg

Ein aufbereitetes Gerät kostet in der Monatsmiete spürbar weniger als ein Neugerät. Für viele Aufgaben ist das die vernünftigere Entscheidung — vor allem, wenn Sie noch nicht sicher sind, ob sich Robotik bei Ihnen trägt.

Gleich wie beim Neugerät

  • Wartung und Support im Preis
  • Ersatzgerät bei längerem Ausfall
  • Software- und Sicherheitsupdates
  • Rücknahme am Laufzeitende
  • dieselbe Funktionsprüfung vor Auslieferung

Anders als beim Neugerät

  • sichtbare Gebrauchsspuren, je nach Zustandsklasse
  • teils ältere Gerätegeneration — kann weniger Reichweite, Tempo oder Nutzlast bedeuten
  • keine freie Farb- oder Ausstattungswahl
  • Verfügbarkeit abhängig vom Rücklauf — es gibt nicht jedes Gerät jederzeit

Einen festen Katalog mit Gebrauchtgeräten führen wir bewusst nicht: der Bestand wechselt, und eine Liste, die zur Hälfte veraltet ist, hilft niemandem. Sagen Sie uns stattdessen, was Sie brauchen — Aufgabe, Fläche oder Nutzlast, gewünschter Zeitpunkt, Zustandsklasse, die für Sie infrage kommt. Wir prüfen den Bestand und melden uns innerhalb von zwei Werktagen. Auch dann, wenn gerade nichts passt.

Wofür sich der Kreislauf nicht rechnet

  • Wenn Sie die neueste Generation brauchen. Bei Aufgaben, die an der Leistungsgrenze liegen, ist ein aufbereitetes Gerät der falsche Weg. Dann lieber neu — oder gar nicht.
  • Wenn das Gerät Teil des Auftritts ist. Auf einer Messe oder im Empfangsbereich zählt die Optik. Dafür nehmen wir Klasse A oder ein Neugerät.
  • Wenn Sie eine geprüfte CO₂-Bilanz brauchen. Die können wir nicht liefern, siehe oben. Dafür brauchen Sie ein Beratungshaus mit Zugriff auf Herstellerdaten.
  • Wenn sich die Aufgabe gar nicht lohnt. Ein gebrauchtes Gerät macht eine unwirtschaftliche Automatisierung nicht wirtschaftlich, nur billiger falsch. Das sagen wir im Robotik-Check.

So fangen Sie an

Der Einstieg ist derselbe wie bei jedem anderen Gerät: Robotik-Check (kostenlos) → Testwoche im echten Betrieb → Monatsmiete. Sie steigen bei jedem Schritt aus, wenn die Zahlen nicht passen. Ob am Ende ein neues oder ein aufbereitetes Gerät kommt, entscheiden wir gemeinsam nach dem Check — nicht vorher.

Warum das kein Nachhaltigkeitskapitel ist, sondern unser Preisvorteil

Ein Gerät, das ein zweites Mal läuft, muss seinen Anschaffungswert nicht in einer Laufzeit verdienen, sondern in zweien. Genau daraus entsteht der Unterschied: Wir können eine Rate anbieten, in der Wartung, Versicherung, Ersatzgerät und Rücknahme enthalten sind — auf dem Niveau, auf dem andere eine reine Finanzierungsrate rechnen, bei der all das noch dazukommt.

Konkret liegt ein aufbereitetes Gerät bei identischem Serviceumfang spürbar unter dem Neugerät. Sie können das im Mietrechner selbst durchspielen, die Rechnung dahinter steht offen auf der Seite Preise.